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Neue Ökodesign Richtlinie - ErP

Als Konsequenz des EU-Ziels, gegenüber 1990 bis 2020 den Primärenergieeinsatz sowie den CO2-Ausstoß um 20% zu senken und den Anteil erneuerbarer Energien auf 20% zu erhöhen, trat am 01.01.2013 die Durchführungsverordnung (EU) 206/2012 in Kraft, die die Anforderungen der Ökodesign-Richtlinie ErP 2009/125 EC für Raumklimageräte bis 12 kW Kälteleistung umsetzt.
Die Abkürzung ErP steht hierbei für Energy-related Products.

Euroblume
Mit dieser Durchführungsverordnung wird der Import von ineffizienten Klimageräten (meist handelt es sich um einfache Ein/Aus-Geräte) verboten, während besonders effiziente Klimageräte mit der "Euroblume" ausgezeichnet werden.

Da Mitsubishi Heavy Industries schon seit vielen Jahren das Ziel verfolgt möglichst energiesparende Klimageräte zu produzieren und einzelne Produkte auch immer wieder den Weltspitzenrang erreichen, bedeutet die ErP-Richtlinie eine weitere Aufwertung der Klimageräte von Mitsubishi Heavy Industries aufgrund der ausgezeichneten Bewertungen nach dem neuen Energielabel.

Neues Energielabel

Ziel des neuen Energielabels ist es dem Konsumenten einen realistischen Vergleich der Produkte verschiedener Hersteller hinsichtlich ihres Energieverbrauchs zu ermöglichen.

Während bisher die verbrauchsrelevanten Kennzahlen (EER beim Kühlen, COP beim Heizen) nur bei einer fest vorgegebenen Außentemperatur ( 35°C beim Kühlen, 7°C beim Heizen) ermittelt wurden, werden nun die neuen saisonalen Effizienzkennzahlen bei vier verschiedenen, je nach Klimazone unterschiedlich gewichteten Außentemperaturen ermittelt.

SEER aus EER bei 20°C, 25°C, 30°C und 35°C  (S steht für saisonal)
SCOP aus COP bei 12°C, 7°C, 2°C und -7°C (S steht für saisonal)

In der mitteleuropäischen Klimazone wird standardmäßig vom Klima von Strassburg ausgegangen, wobei
im Heizbetrieb
über 12°C  15% ,
über 7°C  35%,
über 2°C  54% und
über -7°C  88% des Jahresheizbedarfs und

im Kühlbetrieb
unter 20°C  21% ,
unter 25°C  47%,
unter 30°C  74% und
unter 35°C  100% des Jahreskühlbedarfs anfallen.

Zudem werden die Energieeffizenzklassen neu geordnet, die Skala um die Klassen A+, A++ und A+++ ergänzt und gleichzeitig die schlechten Klassen E bis G eliminiert, da ohnehin seit dem 01.01.2013 alle Klimageräte im Kühlbetrieb mindestens die Effizienzklasse D und im Heizbetrieb die Effizienzklasse A erfüllen müssen. Ab dem 01.01.2014 sind im Kühlbetrieb Klasse B und im Heizbetrieb Klasse A+ die Mindestvoraussetzung.

ErP_Energielabel2

Der SCOP-Wert kann als Jahresarbeitszahl (JAZ) im Heizbetrieb, der SEER-Wert als Jahresarbeitszahl im Kühlbetrieb interpretiert werden. Die Jahresarbeitszahl gibt das Verhältnis von erzeugter Wärmemenge bzw. Kühlenergie zu dafür aufgewandter elektrischer Energie, jeweils aufsummiert über die Heiz- bzw. Kühlperiode, an.
Bei der Ermittlung von SCOP bzw. SEER fließen neben dem regulären Stromverbrauch im (Teillast-)Betrieb, der Thermostat-Off-Verbrauch, der Standby-Verbrauch und der Verbrauch für eine allfällige Kurbelwannenheizung ein.

Da der Jahresheizwärmebedarf eines Gebäudes in Mitteleuropa üblicherweise mehr als das Vierfache des Jahreskühlenergiebedarfs ausmacht, kommt beim Einsatz eines Klimagerätes als Vollheizung gerade dem SCOP-Wert eine besondere Bedeutung zu. Bei guten, als Vollheizung geeigneten Klimageräten, ist der SCOP größer als 4. Bei Mitsubishi HI handelt es sich hierbei um die Hyper-Inverter-Modellreihe mit der Bezeichnung SRKxxZMX-S bei Monosplit- bzw. SCMxxZJ-S bei Multisplit-Klimageräten. Solche Klimageräte (=Luft/Luft-Wärmepumpen) sind daher allen noch so guten, jedoch um vieles teureren Luft/Wasser-Wärmepumpen hinsichtlich Energieverbrauch überlegen.

Der im Energielabel angegebene Jahresstromverbrauch bezieht sich auf Standardbedingungen. Der tatsächliche Jahresstromverbrauch hängt zum einen von der Anlagennutzung, zum anderen von der Aufstellungsregion ab.

Näher Informationen, insbesonders zur Ermittlung der Kennzahlen und zur Kennzeichnung, finden Sie hier:
Mitteilung der Kommission zur Verordung (EU) 206/2012
Working paper zu Lot 10